Divertikulitis – Ursachen, Symptome und Behandlung

Divertikulitis klingt kompliziert, ist aber im Prinzip nur eine Entzündung von kleinen Ausstülpungen im Darm, den Divertikeln. Wenn diese plötzlich entzündet sind, spüren Sie Schmerzen im Bauch, und es kann ernst werden. In diesem Artikel erkläre ich Ihnen, was genau passiert, worauf Sie achten sollten und wie Sie die Beschwerden lindern können.

Ursachen und Risikofaktoren

Divertikel entstehen meist durch zu hohen Druck im Dickdarm. Das kann passieren, wenn man zu wenig Ballaststoffe isst, weil faserarme Kost den Stuhl schwerer passieren lässt. Auch ein zu langsamer Darm oder starkes Pressen beim Stuhlgang erhöht das Risiko. Neben der Ernährung zählen Alter, Übergewicht und Bewegungsmangel dazu, dass sich Divertikel bilden.

Wenn ein Divertikel verstopft, bleibt dort Stuhl zurück und Bakterien können sich vermehren. Das führt dann zur Entzündung – das ist die Divertikulitis. Manchmal löst auch ein kleiner Riss im Darm die Entzündung aus. Stress und Rauchen können das Ganze noch verschlimmern, weil sie das Immunsystem belasten.

Therapie und Ernährung

Bei den ersten Anzeichen – plötzlich auftretende Bauchschmerzen im linken Unterbauch, Fieber, Übelkeit oder veränderte Stuhlgänge – sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Der Arzt prüft mit Ultraschall oder CT, ob tatsächlich eine Entzündung vorliegt. Dann gibt es je nach Schweregrad unterschiedliche Behandlungsschritte.

Leichte Fälle werden oft mit einer flüssigen Kost und ein bis zwei Antibiotika über ein bis zwei Wochen behandelt. Wichtig ist, dass Sie in dieser Zeit viel trinken und leichte Brühen, klare Suppen oder verdünnte Fruchtsäfte zu sich nehmen. Sobald die Schmerzen nachlassen, können Sie langsam wieder zu faserreicher Kost zurückkehren.

Bei schweren Verläufen, starken Schmerzen oder Komplikationen wie Abszessen, kann ein stationärer Aufenthalt nötig sein. Dann bekommt man intravenöse Antibiotika und manchmal einen chirurgischen Eingriff, um das entzündete Darmstück zu entfernen.

Langfristig hilft eine ballaststoffreiche Ernährung, um neue Divertikel zu verhindern. Essen Sie täglich Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse. Trinken Sie mindestens zwei Liter Wasser, damit die Ballaststoffe gut wirken können. Regelmäßige Bewegung, etwa 30 Minuten zügiges Gehen, unterstützt die Darmperistaltik und reduziert den Druck im Bauch.

Wenn Sie bereits Divertikel haben, ist es trotzdem sinnvoll, die ballaststoffreiche Kost beizubehalten. Viele Patienten denken, sie müssten alles meiden, aber das Gegenteil ist der Fall – die richtige Menge an Ballaststoffen verhindert, dass die Divertikel erneut entzündet werden.

Zusammengefasst: Divertikulitis entsteht meist durch zu wenig Ballaststoffe, Druck und Bakterien in kleinen Darmpouches. Die Symptome sind akute Bauchschmerzen, Fieber und Verdauungsstörungen. Bei ersten Anzeichen sofort zum Arzt, dort Diagnose per Bildgebung und ggf. Antibiotika. Leichte Verläufe behandeln Sie mit leichter Kost und viel Flüssigkeit, schwere Fälle brauchen Krankenhausaufenthalt. Und langfristig: mehr Gemüse, Vollkorn, Wasser und Bewegung halten den Darm fit und reduzieren das Risiko.

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